2. Eltern-Kind-Familienausflug der Regionalgruppe Bayern in den Olympia-Park in München

Endlich ließ es die Corona-Pandemie zu und es war wieder möglich, sich zu treffen, um gemeinsam etwas zu unternehmen. Am Sonntag, den 12. September 2021, war es dann so weit: Wir, das sind sechs Familien der Regionalgruppe Bayern und eine Familie aus Baden-Württemberg, sowie Kerstin und Jürgen (die Leiter der Eltern-Kind-Gruppe in Bayern) machten sich bei idealem Wetter aus allen Himmelsrichtungen auf den Weg nach München in den Olympiapark.

Unter Einhaltung der 3-G-Regeln, sowie der Kontrolle der Impf- und Corona-Testnachweise konnten wir pünktlich um 13:30 Uhr starten. Auf dem Programm stand die Stadion-Tour mit der Besichtigung des Stadions, das für die Olympischen Sommerspiele 1972 errichtet wurde, der VIP-Lounges, dem Pressebereich und den ehemaligen Umkleidekabinen der Weltmeister von 1974 um Franz Beckenbauer sowie dem FC Bayern München, der hier seine größten Erfolge gefeiert hat, und dem TSV 1860 München. Beide Vereine haben hier bis 2005 gespielt.

Zuerst nahmen wir alle auf den obersten Rängen der Tribüne Platz und lauschten gespannt, was uns unser Guide Dennis alles über das Olympiastadion und seine Geschichte sagen konnte.

 

 

Dann ging es hinab in den VIP-Bereich. Der ist mit dem heutigen VIP-Bereich der modernen Fußballstadien allerdings nicht mehr vergleichbar. Sein größtes Manko ist, dass man von dort aus nicht aufs Spielfeld sehen kann und er für heutige Verhältnisse viel zu klein ist. 1972 zur Olympiade in München war er jedoch topmodern.

Mit einem Blick von der Ehrentribüne konnte man in das weite Rund des Stadions blicken und die Atmosphäre genießen. Auch der längste Tischkicker mit 11 Stangen auf beiden Seiten steht hier und lud auf eine kurze Partie ein.

 

Anschließend ging es noch weiter runter zum Spielfeld und den Umkleidekabinen.

 

Unser exzellenter Guide „Dennis“ wusste auf jede Frage eine Antwort. So z.B., dass das Stadion voll bestuhlt ca. 80.000 Zuschauern Platz bietet, die Rasenheizung funktioniert, dass der Bau 137 Millionen Mark, das Zeltdach 170,6 Millionen Mark gekostet hat…  Es fanden aber auch zahlreiche Rock-Konzerte im Olympiastadion statt: z.B. Rolling-Stones, Elton John, Michael Jackson, AC/DC… Aber auch der Papst Johannes Paul II hielt dort 1987 eine Messe.

Zeitgeschichte

Das ca. 3 Quadratkilometer große und unbebaute Oberwiesenfeld war als Kernstück der Sportstätten für die Olympischen Spiele 1972 vorgesehen. Die Stadt München schrieb1964 einen Architektenwettbewerb aus. 1966 bekam die Stadt München den Zuschlag vom IOC als Ausrichter der Olympischen Sommerspiele 1972 und setzte sich so gegen Detroit, Madrid und Montreal durch.

Im Juni 1969 begannen dann die Bauarbeiten dazu. Zu den Bauten zählen das Olympiastadion mit einem Fußballfeld und den Leichtathletik-Einrichtungen mit der weltbekannten und legendären Zeltdach-Konstruktion, die Schwimmhalle, das Radstadion, das Olympische Dorf, in dem während der Spiele die Sportler beheimatet waren, und natürlich der Olympiaturm mit einer Höhe von 291 Metern. Heute ist die Stadt München Eigentümerin des Olympiastadions, dem Wahrzeichen der Stadt und es steht seit 1997 unter Denkmalschutz.

Im Gegensatz zu anderen Olympischen Stadien, die es weltweit gibt und die nach und nach verfallen, wird das Olympiastadion nach wie vor als Multifunktionsarena betrieben. Hier spielt der 3. Münchner Profiverein „Drittligist Türkgücü München“. Im Jahr 2022 finden dort die Leichtathletik-Europameisterschaften statt.  Außerdem finden dort auch große Konzerte mit bis zu 90.000 Besuchern statt. Im Jahr 2022 ist ein Helene-Fischer-Konzert geplant.

Nach der Führung ging es zu Fuß durch den Olympiapark in das Restaurant am Olympiasee. Wir mussten einen kleinen Umweg machen, da an diesem Sonntag dort der „Super League Triathlon Championship“ im Olympiapark stattfand. Wir bekamen einige der 20 weltbesten Triathleten und Triathletinnen beim Radfahren und Laufen zu sehen.

Im Restaurant angekommen konnte sich jeder an den für uns reservierten Tischen nach Herzenslust stärken. Unter den Teilnehmern fand ein reger Erfahrungsaustausch statt, hat man sich doch so lange nicht gesehen oder die „Eltern-Kind-Wochenenden“ vermisst.

Einige von den Teilnehmern waren im Anschluss noch auf dem Olympia-Turm und haben bei bestem Wetter die Aussicht genossen. So ging für alle ein schöner Tag zu Ende mit der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen und mehr „Normalität“.

Ein herzliches Dankeschön gilt dem Bundesverband Neurofibromatose – Regionalgruppe Bayern, die für die Kosten der Stadionführung aufgekommen ist.

Kerstin und Jürgen Eitner