Kinderwunsch

NF2 ist eine (noch) nicht heilbare, dominant vererbliche genetische Erkrankung. Das bedeutet, dass ein betroffenes Elternteil genügt, um die Krankheit an 50% der Kinder weiter zu vererben. Dabei ist die vererbte Ausprägung meist ähnlich wie beim Elternteil, kann aber auch viel schwerer sein.

Kinderwunsch 2 Wenn die Krankheit schwach ausgeprägt ist, wird sie meist erst spät diagnostiziert. Dann sind oft bereits Kinder da, aber da die Ausprägung nur schwach ist, treten auch bei ihnen Probleme erst im späteren Erwachsenleben auf. Ein Gentest zB bei Prof. Mautner in Hamburg bringt Klarheit.

 

Wenn die Krankheit schon bekannt ist

Jeder hat das Recht, Kinder zu haben. Aber bei NF2 sollte man die Risiken und möglichen Probleme kennen.

Wenn der NF2-Betroffene der Mann ist, ist die Wahrscheinlichkeit der Vererbung genauso 50% wie bei der Frau. Aber der Mann hat nicht die Belastung der Schwangerschaft und meist auch nicht die Hauptlast der Kindererziehung zu tragen.
Und: es gibt die Möglichkeit, durch eine Samenspende das Risiko der Weitervererbung auszuschließen.

Wenn die NF2-Betroffene die Frau ist, kommt zum Risiko der Vererbung das Risiko der Schwangerschaft hinzu. Denn die Tumoren bei NF2 reagieren offenbar auf Hormonschwankungen, bei der Schwangerschaft stellt sich der Körper auf Wachstum um.
Da Eizellspende in Deutschland verboten ist und eine Adoption bei NF2betroffenem Elternteil nicht möglich ist, bleiben als Möglichkeiten die Präimplantationsdiagnostik (teuer und für die Frau belastend) – oder das volle Risiko, es drauf ankommen zu lassen. Bei sehr starkem Kinderwunsch ist es in Ordnung, auch NF2-Betroffene haben das Recht, glücklich zu sein.

Zitate NF2-Betroffener zum Thema Kinderwunsch (PDF)

 

Ansprechpartner

Benedikt Weber Benedikt Weber

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